Die Themen im Februar
ABGESANG AUF DEN UNTERGANG
2012 fällt der Schlussvorhang für die Menschheit – angeblich. Nostradamus, die Bibel und sogar die alten Ägypter sollen das angeblich vorausgesehen haben. Die weltweite Finanzkrise gilt manchen als Vorbote für die finale Katastrophe. Die größte Beweislast für das nahende Ende wird der wehrlosen, weil längst selbst untergegangenen Maya-Hochkultur untergeschoben. Nur: In den Maya-Relikten findet sich keine einzige Zahl oder Zeile, die die Endzeit-Fantasie belegen könnte. Erfahren Sie in bild der wissenschaft, aus welchen historischen Indizien sich die Unheilspropheten ihre Vision zusammenreimen und wie der Maya-Kalender wirklich zählt.
EVOLUTION IN KONSERVEN
Zwei tote Enten wurden 1916 aus dem Schilf des Bear River in Utah geborgen. 86 Jahre später halfen sie dem Virologen Jeffrey Taubenberger, ein Rätsel der Infektionsforschung zu lösen: den Ursprung der „Spanischen Grippe“. Die Smithsonian Institution in
Washington hatte die Entenbälge aufbewahrt. Das ist nur ein Beispiel für den aktuellen Forschungstrend der „Museomics“ – Gen-Forschung an Museumspräparaten.
WASSER IN DER ROTEN WÜSTE
Immer wieder gibt es Schlagzeilen über Wasser auf dem Mars – und Verwirrung. Entgegen früherer Indizien besaß unser Nachbarplanet
wohl lediglich innerhalb der ersten Milliarde Jahre seiner Existenz größere Mengen an flüssigem Wasser. Andererseits scheint Wasser
sogar heute noch zu fließen, wie Bilder von dunklen Rinnen an Abhängen nahelegen.
DADDELN FÜR HÖHERE ZWECKE
Bisher galten Computerspiele als sinnfreier Spaß – doch jetzt gibt es welche, die die Wissenschaft weiterbringen. Die Spiele setzen auf die überragende menschliche Fähigkeit, Probleme zu lösen – in der Aids-Forschung, bei der Suche nach Planeten oder beim Studium antiker Schriften. Laien entschlüsseln damit spielerisch bedeutende Rätsel und landen mit den Resultaten in Fachzeitschriften.
SUPERFOLIE STATT GLAS
Glas als Fassadenmaterial bekommt Konkurrenz. Kissenähnliche Strukturen aus einem ultraleichten Polymer umhüllen bereits große Gebäude wie die Münchner Allianz-Arena und das olympische Schwimmstadion in Peking. Nun arbeiten Forscher daran, feine
Wasserröhrchen oder extraflache Solarzellen in den robusten Werkstoff zu integrieren – für künftige Plus-Energie-Häuser.
Die Februar-Ausgabe erscheint am am 17. Januar 2012
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